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Gemeinsam sichern die Corantis-Kliniken GmbH die stationäre Versorgung der Menschen in den Landkreisen Vechta und Cloppenburg sowie dem nördlichen Landkreis Osnabrück. Kompetenz mit einer kooperativen Verzahnung schafft die Plattform für unsere Patientinnen und Patienten innovative leistungsfähige Medizin wohnortnah erfahren zu können.

News

Lohne/Vechta. Spätestens seit dem Sommer dieses Jahres ist Ebola in aller Munde – denn plötzlich scheint die Virusinfektion aus dem fernen Afrika bedrohlich nah zukommen. Doch für die Krankenhäuser vor Ort ist die Gefahr, die von multiresistenten Keimen ausgeht, ein noch drängenderes Problem, das es zu lösen gilt. Grund genug für die Corantis Kliniken GmbH und der Euregionalen Hygiene Akademie Nord des EurSafety Health-net, ihre zweite Hygiene-Tagung diesen aktuellen Themen zu widmen. Veranstaltungsort war das dem St.-Franziskus-Hospital Lohne angegliederte Altenwohn- und Pflegeheim St. Elisabeth Haus. Vertreter aller Krankenhäuser aber auch weiterer Gesundheitseinrichtungen der Region wie ambulante Pflegedienste und niedergelassene Ärzte nahmen an dem hochkarätig besetzten Symposium teil, um Erfahrungen und Probleme gemeinsam sektorübergreifend zu diskutieren. Dass Hygiene an der Basis anfängt und sich lebensbedrohliche Infektionen durch die Einhaltung einiger wichtiger Standardhygienemaßnahmen häufig verhindern lassen, das zeigte zunächst Helmut Holthaus, Hygienefachkraft am Institut für Krankenhaushygiene Oldenburg.

Anschließend referierte Prof. Dr. Bhanu Sinha vom University Medical Center Groningen über „Praktische Erfahrungen bei der Etablierung eines Antibiotic Stewardship an der Universitätsklinik Groningen“. Mit Antibiotic Stewardship werden  Strategien zum rationalen Einsatz von Antiinfektiva bezeichnet. Diese Maßnahmen sollen die Behandlung von Infektionen bezüglich Auswahl, Dosierung, Applikation und Anwendungsdauer von Antiinfektiva verbessern – z. B. durch eine EDV-gestützte Kontrolle der Antibiotika-Gabe und deren Wirksamkeit. So können auf Dauer Resistenzen vermieden, der Verbrauch von Antibiotika eingeschränkt und Kosten gespart werden.

Dr. Jörg Herrmann, Leiter der Akademie für Patientensicherheit und Infektionsschutz-Nord und Direktor des Institut für Krankenhaushygiene Oldenburg sprach zum Thema „Von EBSL zu MRGN – alles klar?“ Hintergrund ist, dass für resistente Gram negative Bakterien, zu denen auch die sogenannten ESBL (extended-spectrum ß-lactamase )-Keime gehören, eine neue Nomenklatur eingeführt wurde. Seit 2012 werden die jetzt „MRGN“-Erreger (multiresistente gramnegative Stäbchen) genannten Bakterien nach der Resistenz gegen bestimmte Antibiotikagruppen eingeteilt. Je nach Resistenzverhalten sind in Risikobereichen und auf Normalstation unterschiedliche Hygienemaßnahmen erforderlich, wie Herrmann anschließend darlegte.

Die Ebola-Epidemie in Westafrika schließlich war Thema von Dr. Matthias Grade, Chefarzt Gastroenterologie, Allgemeine Innere Medizin und Infektiologie, Christliches Krankenhaus Quakenbrück. Der Infektiologe war von August bis September dieses Jahres für die Organisation Ärzte ohne Grenzen in Foya/Liberia, um bei der Bekämpfung der Ebola-Epidemie zu helfen. Grade berichtete über die Entstehung und die Verbreitung der Epidemie und die lebenswichtige Einhaltung der vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen bei einer Erkrankung, für die bis heute keine ursächliche Behandlungsmöglichkeit zur Verfügung steht.  Mit umfangreichem Bildmaterial wurde den Teilnehmern die Situation in West-Afrika vor Augen geführt. Für die deutschen Kliniken plädierte er für einen sachlichen Umgang mit der Krankheit, ohne jedoch die Risiken zu unterschätzen.

Insgesamt gesehen brachte die Tagung allen Beteiligten wieder wichtige Informationen und viel Diskussionsstoff zu den neuesten Fragen der Hygiene.

Vechta. Die Corantis-Kliniken setzen seit 2008 ein konsequentes Energiemanagement ein. Gemeinsam konnten so die CO2-Emissionen um etwa 23% (gesamt ca. 3.7 Mio. kg CO2/a) bezogen auf das Jahr 2008 gesenkt und somit ein wichtiger Beitrag zu den Energiezielen der Bundesregierung geleistet werden. Trotz der allgemein steigenden Energiepreise konnten die Häuser ihre Energiekosten um etwa 20 % reduzieren. Derzeit beteiligen sich folgende Standorte der acht Corantis-Kliniken: das St. Marien-Hospital Friesoythe, das St. Franziskus-Hospital Lohne, die Clemens-August-Stiftung Neuenkirchen-Vörden und das Christliche Krankenhaus Quakenbrück.

Die erfolgreiche Umsetzung des Energiemanagements sei einer strukturierten und langfristig angelegten Vorgehensweise zu verdanken. „Im Jahr 2008 ist die Entscheidung für ein gemeinsames Energiemanagement gefallen“ so Corantis-Geschäftsführerin Barbara Raude. Dazu sei die eptima GmbH, als unabhängiger Spezialist im Bereich der Energieversorgung von Krankenhäusern beauftragt worden, zunächst die Ausgangslage zu analysieren und ein kontinuierliches Energiemanagement über einen längeren Zeitraum einzuführen.

Die Vorgehensweise bei der Entwicklung eines geeigneten Energiemanagements sah folgender maßen aus: Auf die Ergebnisse von sogenannten Energie-Audits zur intensiven Überprüfung der Einrichtungen mit angeschlossenen Pflegeeinrichtungen folgten unterschiedlichste Maßnahmen zur Effizienzsteigerung der Energieversorgung. Als Beispiele können hier insbesondere der von der BAFA geförderte Einsatz von Blockheizkraftwerken zur Eigenversorgung mit Strom und Wärme, die Optimierung von Verbrauchen wie z.B. Lüftungsanlagen und der Einsatz von energiesparender Beleuchtung genannt werden.

Neben den technischen Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs wurden gleichzeitig Maßnahmen zur Kostenoptimierung durchgeführt. Hierbei zahlte sich insbesondere der gemeinsame über eptima moderierte Energieeinkauf für Strom und Erdgas aus: Nicht nur Kosten, sondern auch risikomindernde Konditionen konnten vereinbart werden.

Vechta. Anknüpfend an dem Hygienesymposium des Vorjahres in Damme, möchten wir Sie heute herzlich zur zweiten Veranstaltung „Aktuelle Herausforderungen der Hygiene“ im St. Franziskus-Hospital Lohne einladen. Das Symposium der Corantis-Kliniken GmbH findet wieder in Kooperation mit der Euregionalen Hygiene-Akademie-Nord des EurSafety Health-net statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die sektorenübergreifende Diskussion aktueller Themen zu Hygiene und Infektionsprävention. Ausgewiesene Fachleute werden auf der Veranstaltung zu den Themen: „Standardhygiene – die Basis des Hygienemanagements“, „Praktische Erfahrungen bei der Etablierung eines Antibiotic Stewardship an der Universitätsklinik in Groningen“ (Niederlande), „Von ESBL zu MRGN – alles klar?“ sowie „Die Ebola-Epidemie in Westafrika – Erfahrungen aus erster Hand“ referieren.


Wir freuen uns wieder auf anregende Diskussionen und den Austausch mit Ihnen. Hier finden Sie den Flyer mit Anmeldemöglichkeit:

Besuchen Sie uns auf der Jobmesse Oldenburger Münsterland!

Vechta. Wenn ein Patient mit Demenzerkrankung im Krankenhaus stationär behandelt werden muss, stellt das Pfleger und Ärzte oft vor große Herausforderungen: Denn im hektischen Klinikalltag ist der hohe Aufwand in der Versorgung, den ein Patient mit Demenzerkrankung benötigt, oft kaum zu leisten. Auch besteht häufig Unsicherheit über den korrekten Umgang mit den Patienten und die Umgebung ist nicht ausreichend auf die Bedürfnisse von Demenzpatienten ausgerichtet. ...

„Umgang mit Demenz im Krankenhaus“ heißt die neue Fortbildung, die Pflegern, aber auch anderem Fachpersonal wie z. B. Physiotherapeuten wichtige Grundlagen für den Umgang mit Demenzpatienten vermittelt. Die Schulungsinhalte der Fortbildung umfassen u.a. Grundlagen zum Erkrankungsbild Demenz, spezielle Umgangsformen und Kommunikationstechniken sowie Deeskalations- und Präventionsansätze.

Die gesamte Pressemitteilung lesen Sie hier:

Mit Wirkung vom 15.5.2014 hat die Corantis Kliniken GmbH eine neue Organisationsstruktur erhalten. Zum Verbund der seit 2004 bestehenden Corantis-Kliniken GmbH gehören die Krankenhäuser St. Josefs-Hospital Cloppenburg, Krankenhaus St. Elisabeth Damme, St. Marien-Hospital Friesoythe, St. Anna Klinik Löningen, St. Franziskus-Hospital Lohne, Clemens-August-Kliniken Neuenkirchen-Vörden, Christliches Krankenhaus Quakenbrück und St. Marienhospital Vechta.

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