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Gemeinsam sichern die Corantis-Kliniken GmbH die stationäre Versorgung der Menschen in den Landkreisen Vechta und Cloppenburg sowie dem nördlichen Landkreis Osnabrück. Kompetenz mit einer kooperativen Verzahnung schafft die Plattform für unsere Patientinnen und Patienten innovative leistungsfähige Medizin wohnortnah erfahren zu können.

News

Vechta. Alle 16 Minuten erhält ein Mensch in Deutschland die Diagnose Blutkrebs.  Doch eine Stammzellenspende kann Blutkrebspatienten das Leben retten, wenn bei Spender und Empfänger zahlreiche Gewebemerkmale übereinstimmen.  Der erste Schritt ist daher die Erfassung der Daten vieler potenzieller Spender in der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS).  Die DKMS ist ein gemeinnütziger Verein und somit auf Spenden angewiesen, die Untersuchung der Proben, die Bestimmung der Gewebemerkmale sowie die Aufnahme in die weltweite Datei verursacht Kosten von 50,- € pro Registrierung.

Um möglichst viele Spenden zu generieren haben sich die drei ursprünglich eigenständige Initiativen des Rasta Vechta e.V., der Universität Vechta sowie den Corantis-Kliniken zusammengeschlossen. „Gemeinsam können wir noch mehr erreichen als alleine“, sagt Dr. Carsten Giehoff (Corantis Kliniken GmbH). Sylvia und Stefan Niemeyer (Schirmherren der Aktion): „Für uns steht der Kampf des Einzelnen um das Leben und die Ermöglichung einer zweiten Chance im Vordergrund“.

So kann nun im September eine große Spenden- und Typisierungsaktion für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) starten. Nach einer Auftaktveranstaltung am 12. September im Rasta Dom erfolgt die Typisierung an den einzelnen Corantis Standorten (St. Josefs-Hospital Cloppenburg, Krankenhaus St. Elisabeth Damme, St. Marien-Hospital Friesoythe, St. Franziskus-Hospital Lohne, St. Anna Klinik Löningen, Clemens-August-Kliniken Neuenkirchen Vörden, Christliches Krankenhaus Quakenbrück, St. Marienhospital Vechta) am Nachmittag des 16. September. Die genaue Zeit und den Raum sind den zahlreichen Plakaten in den Veranstaltungsorten oder in den jeweiligen Krankenhäusern zu entnehmen. Den Abschluss bildet die Registrierungsmöglichkeit der neuen Studenten des Universität Vechta Mitte Oktober.

Daher appellieren die Initiatoren: „Werden Sie zum potenziellen Lebensspender und unterstützen Sie die Deutsche Knochenmarkspenderdatei.“  Die Registrierung erfolgt ohne Blutentnahme. Um die notwendige Bestimmung verschiedener Gewebemerkmale zu ermöglichen, führen die Teilnehmer selbst einen Abstrich der Wangenschleimhaut mit einem Watteträger durch.

Aus Sicht der Kliniken steht die Aktion auch für die Solidarität mit Betroffenen und ihren An- und Zugehörigen. „Dem Gefühl der Macht- und Sprachlosigkeit kann so durch aktive Nächstenliebe etwas entgegen gesetzt werden“, betont Marion Pahlmann, Dipl. Theologin und Assistentin Projektkoordination der Corantis-Kliniken GmbH.

 Termine in den Krankenhäusern der Region:

Station 8B des St. Josefs-Hospital Cloppenburg 13:00 – 17:00
Praxis Dr. Hardenberg - Diagnostik Innere Medizin im Krankenhaus Damme 14:00 – 17:00
Forum im St. Elisabeth-Haus; St. Marienhospital Friesoythe 15:30 – 18:30
U 459 im St. Franziskus Hospital Lohne 14:00 – 18:00
Mehrzweckraum Altenzentrum, St. Anna Klinik Löningen 15:00 – 18:00
Speisesaal im Christlichen Krankenhaus Quakenbrück 14:00 - 18:00
Niels-Stensen-Haus (Bürgermeister-Möller-Platz 1) in der Turnhalle (1.OG); St. Marienhospital Vechta 13:30 – 17:30

 

Vechta/Hamburg. Wichtige Anlaufstelle für Kontakte zwischen Krankenhäusern und Medizinstudenten sowie jungen Ärzten ist in jedem Jahr Deutschlands führender Nachwuchskongress „Operation Karriere“. Die Veranstaltungs­reihe des Deutschen Ärzte-Verlags findet jährlich in sechs Universi­täts­städten statt, so auch in Hamburg am Universitätskrankenhaus Eppendorf (UKE).  Dort war der Corantis Kliniken Verbund wie auch in den vergangenen Jahren mit einem Stand präsent, um angehende Mediziner über die Karrieremöglichkeiten in den Verbundkliniken in Cloppenburg, Damme, Lohne, Friesoythe, Löningen, Neuenkirchen, Quakenbrück und Vechta zu informieren.

 

Gemeinsam mit Marion Pahlmann (Corantis) und Gesche Titzmann (LCV Oldenburg) führte Corantis-Geschäftsführerin Barbara Raude in diesem Jahr viele Gespräche mit interessierten Studenten. „Auf der Messe geht es für Studenten, die kurz für dem Abschluss stehen, um den Austausch mit potenziellen Arbeitgebern für die bevorstehende Facharztausbildung“, erklärt Barbara Raude. „Wir informieren die Studenten über die Ausbildungsmöglichkeiten in unseren Mitgliedskliniken,  und natürlich auch  über die Attraktivität der Region rund um Vechta, Cloppenburg und Osnabrück.“ Damit es nicht beim unverbindlichen Gespräch bleibt, hält Corantis nach der Veranstaltung weiterhin Verbindung zu Interessenten und vermittelt diese nach Möglichkeit in die einzelnen Kliniken, wodurch es auch in den Vorjahren bereits zu Einstellungen und Hospitationen gekommen ist.

 

 

Doch auch fachlich haben die Corantis-Kliniken schon das Vortragsprogramm des Karrierekongresses unter Mitarbeit von Ärzten aus dem Corantis-Verbund gestaltet. Die Vorträge befassten sich u. a. mit Weiterbildungsmöglichkeiten für Ärzte in Deutschland und Karrierestrategien.

 

Die persönliche Ansprache ist ein geeigneter Weg, um Ärztenachwuchs von den Vorteilen der Arbeit in Krankenhäusern ländlich geprägter Regionen zu überzeugen. Denn gemeinsam bieten die Corantis-Kliniken hochspezialisierte und differenzierte Tätigkeitsfelder mit vielen Karriere-Chancen, so Raude.

 

Vechta/Friesoythe. Das Thema „gesunde Sprachentwicklung“ stand im Mittelpunkt der Fortbildung für die Kinderkrankenschwestern des Hörzentrums für Neugeborene der Corantis Kliniken GmbH. Die Säuglingsschwestern der Häuser mit Geburtsabteilung (Friesoythe, Vechta, Cloppenburg, Damme, Lohne)  trafen sich im St.-Marien-Hospital Friesoythe unter Leitung von Frau Dr. Katrin Goldschmidt (Leiterin des Hörzentrums),  Barbara Raude (Geschäftsführerin Corantis-Kliniken GmbH)  und Referentin Verena Borgstede vom Therapieforum Nordlichter aus Vechta.

Borgstede berichtete über die „Sprach- und Lautentwicklung in den ersten Lebensjahren“. Die Referentin verdeutlichte u. a. mit Hilfe eines Sprachbaums die Basis für eine gesunde Sprachentwicklung und erläuterte die Folgen einer unbemerkten Hörstörung. Je später die Hörstörung erkannt werde, desto gravierender seien die Folgen, betonte die Referentin. Daher sei die frühzeitige Aufklärung von Hörstörungen bzw. die Einleitung entsprechender Maßnahmen bedeutend. Statistisch gesehen kommen ein bis drei von 1000 Kindern mit einer Hörstörung zur Welt.

„Um Hörstörungen möglichst früh zu erkennen, führen die Kinderkrankenschwestern der Corantis Kliniken schon einige Jahre das Neugeborenenhörscreening durch“, erklärt die Leiterin des Zentrums Dr. Goldschmidt. „Wir haben jährlich über 3.000 Geburten im Corantis-Verbund.  Die Abteilungen greifen jeweils in den Einrichtungen auf die eigens für unsere Zwecke entwickelte Datenbank zu und pflegen die Daten des Neugeborenenhörscreenings ein. Verwaltet werden die Daten zentral vom Corantis-Hörzentrum. Ist ein Ergebnis auffällig, nimmt das Corantis-Hörzentrum Kontakt mit den Eltern auf, um auch in Kooperation mit den HNO-Ärzten ein weiteres Screening zu veranlassen bzw. um das Ergebnis nach zu verfolgen und evtl. eine Therapie einzuleiten.“

Lohne/Vechta. Spätestens seit dem Sommer dieses Jahres ist Ebola in aller Munde – denn plötzlich scheint die Virusinfektion aus dem fernen Afrika bedrohlich nah zukommen. Doch für die Krankenhäuser vor Ort ist die Gefahr, die von multiresistenten Keimen ausgeht, ein noch drängenderes Problem, das es zu lösen gilt. Grund genug für die Corantis Kliniken GmbH und der Euregionalen Hygiene Akademie Nord des EurSafety Health-net, ihre zweite Hygiene-Tagung diesen aktuellen Themen zu widmen. Veranstaltungsort war das dem St.-Franziskus-Hospital Lohne angegliederte Altenwohn- und Pflegeheim St. Elisabeth Haus. Vertreter aller Krankenhäuser aber auch weiterer Gesundheitseinrichtungen der Region wie ambulante Pflegedienste und niedergelassene Ärzte nahmen an dem hochkarätig besetzten Symposium teil, um Erfahrungen und Probleme gemeinsam sektorübergreifend zu diskutieren. Dass Hygiene an der Basis anfängt und sich lebensbedrohliche Infektionen durch die Einhaltung einiger wichtiger Standardhygienemaßnahmen häufig verhindern lassen, das zeigte zunächst Helmut Holthaus, Hygienefachkraft am Institut für Krankenhaushygiene Oldenburg.

Anschließend referierte Prof. Dr. Bhanu Sinha vom University Medical Center Groningen über „Praktische Erfahrungen bei der Etablierung eines Antibiotic Stewardship an der Universitätsklinik Groningen“. Mit Antibiotic Stewardship werden  Strategien zum rationalen Einsatz von Antiinfektiva bezeichnet. Diese Maßnahmen sollen die Behandlung von Infektionen bezüglich Auswahl, Dosierung, Applikation und Anwendungsdauer von Antiinfektiva verbessern – z. B. durch eine EDV-gestützte Kontrolle der Antibiotika-Gabe und deren Wirksamkeit. So können auf Dauer Resistenzen vermieden, der Verbrauch von Antibiotika eingeschränkt und Kosten gespart werden.

Dr. Jörg Herrmann, Leiter der Akademie für Patientensicherheit und Infektionsschutz-Nord und Direktor des Institut für Krankenhaushygiene Oldenburg sprach zum Thema „Von EBSL zu MRGN – alles klar?“ Hintergrund ist, dass für resistente Gram negative Bakterien, zu denen auch die sogenannten ESBL (extended-spectrum ß-lactamase )-Keime gehören, eine neue Nomenklatur eingeführt wurde. Seit 2012 werden die jetzt „MRGN“-Erreger (multiresistente gramnegative Stäbchen) genannten Bakterien nach der Resistenz gegen bestimmte Antibiotikagruppen eingeteilt. Je nach Resistenzverhalten sind in Risikobereichen und auf Normalstation unterschiedliche Hygienemaßnahmen erforderlich, wie Herrmann anschließend darlegte.

Die Ebola-Epidemie in Westafrika schließlich war Thema von Dr. Matthias Grade, Chefarzt Gastroenterologie, Allgemeine Innere Medizin und Infektiologie, Christliches Krankenhaus Quakenbrück. Der Infektiologe war von August bis September dieses Jahres für die Organisation Ärzte ohne Grenzen in Foya/Liberia, um bei der Bekämpfung der Ebola-Epidemie zu helfen. Grade berichtete über die Entstehung und die Verbreitung der Epidemie und die lebenswichtige Einhaltung der vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen bei einer Erkrankung, für die bis heute keine ursächliche Behandlungsmöglichkeit zur Verfügung steht.  Mit umfangreichem Bildmaterial wurde den Teilnehmern die Situation in West-Afrika vor Augen geführt. Für die deutschen Kliniken plädierte er für einen sachlichen Umgang mit der Krankheit, ohne jedoch die Risiken zu unterschätzen.

Insgesamt gesehen brachte die Tagung allen Beteiligten wieder wichtige Informationen und viel Diskussionsstoff zu den neuesten Fragen der Hygiene.