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Gemeinsam sichern die Corantis-Kliniken GmbH die stationäre Versorgung der Menschen in den Landkreisen Vechta und Cloppenburg sowie dem nördlichen Landkreis Osnabrück. Kompetenz mit einer kooperativen Verzahnung schafft die Plattform für unsere Patientinnen und Patienten innovative leistungsfähige Medizin wohnortnah erfahren zu können.

Viele Teilnehmer bei Jubiläums-Tagung des Corantis-Hörzentrums für Neugeborene 

Vechta. Seit zehn Jahren führt das Corantis-Hörzentrum für Neugeborene (CHN) in den Corantis-Kliniken mit Geburtsabteilung bei jedem Neugeborenen ein Hörscreening durch. Dieser lange Zeitraum, in dem die Kinderkrankenschwestern engagiert gemessen haben und die CHN-Datenbank aufgebaut wurde, ist ein Grund zum Feiern, darin waren sich alle Teilnehmer der Fortbildung „Diagnostik und Therapie kindlicher Hörstörungen“ einig.

Bundesweit gebe es 16 Hörscreeningzentralen, in Niedersachsen ist Vechta neben Oldenburg die einzige, führte Dr. Knut Frese, Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und Facharzt für Sprach- Stimm- und kindliche Hörstörungen am St. Marien-Hospital Vechta, in seiner Begrüßung aus. Dabei würden gegenwärtig ungefähr 80 Prozent der Neugeborenen in Deutschland gescreent. Sein Dank ging im Namen aller Mitarbeiter an Dr. Katrin Goldschmidt, Fachärztin für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Fachärztin für Phoniatrie – Pädaudiologie am St. Marienhospital Vechta, die sich seit 2007 unter großem persönlichen und zeitlichen Einsatz mit dem Aufbau des Zentrums beschäftigt hat.

Katrin Goldschmidt schilderte anschließend die Entwicklung des Zentrums. „Als ich vor elf Jahren in Vechta angefangen habe, hatte ich noch kein Büro und auch kein Telefon, aber sofort kam die Frage, wann mit dem Neugeborenen-Hörscreening begonnen werde könne.“ Zunächst habe man sich dem bereits bestehenden Oldenburger Zentrum anschließen wollen, doch dann den Aufbau eines eigenen Zentrums beschlossen. „Das Projekt ist von Anfang an auf große Zustimmung gestoßen und alle Kliniken beteiligten sich. Etwas länger dauerte die Entwicklung der Datenbank, in der die Ergebnisse erfasst und ausgewertet werden, so dass die Therapie der behandlungsbedürftigen Kinder in Kooperation mit den HNO-Ärzten weiter verfolgt werden kann. Das Hörscreening bin nicht ich alleine“, betonte Goldschmidt abschließend, „es sind vor allem die Krankenschwestern, die messen und denen ich herzlich danken möchte.“ 

Es folgte eine große Bandbreite an Fachvorträgen. So nahm Prof. Dr. med. Karsten Plotz vom Medizinischen Versorgungszentrum Oldenburg / JADE Hochschule Oldenburg und Facharzt für Phoniatrie und Pädaudiologie; Professor für Hals- Nasen-Ohrenheilkunde, Phoniatrie und Pädaudiologie mit dem Thema „Hörtestung bei Kindern“ vor allem die Zeit nach dem Neugeborenenhörscreening in den Blick. Er erläuterte eindrücklich den Zusammenhang von Hörvermögen und Sprachentwicklung in den ersten Lebensjahren. 

Mit dem Thema „Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS)“ beschäftigte sich anschließend Dr. Markus Westerheide vom Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte Osnabrück, der dort Abteilungsleiter für die Bereiche Frühförderung, Internat, Hörgeschädigtenkindergarten, Pädagogisch-Audiologisches Beratungszentrum ist. AVWS sei eine interdisziplinäre Herausforderung, deren Diagnose und Therapie ein starkes Miteinander von Medizin und Pädagogik erfordere, so Westerheide.

Um die „Hörgeräteversorgung bei Kindern“ ging es im Vortrag von Nicole Kühling, von Miersch und Kühling Hörgeräte Vechta. Der praxisbezogene Vortrag schlug den Bogen vom aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand der Therapie von Hörstörungen hin zur Umsetzung im Alltag.  

Abschließend referierte Prof. Anke Lesinski-Schiedat, Medizinische Hochschule Hannover, ärztliche Leitung des Hörzentrums der MHH-Klinik für HNO, über das Thema „Vom Hörtest zum Cochlea Implantat (CI)“. Die Referentin erläuterte die Vielfalt der Therapiemöglichkeiten bei einer Hörstörung und betonte ebenfalls die Relevanz der interdisziplinären Zusammenarbeit im Rahmen des Hörscreenings.

„Insgesamt 58 Teilnehmer und der rege Diskussionsbedarf zeigten, dass die Tagung des Corantis Hörzentrums mit seinem vielseitigen Themenspektrum zu kindlichen Hörstörungen wichtige Impulse geben konnte und auch der Mix aus wissenschaftlichen Beiträgen und Vorträgen mit Praxisbezug gut ankam“, resümiert Kathrin Gödker, Prokuristin der Corantis-Kliniken. „Hinweisen möchte ich auch noch einmal auf unseren Film mit dem Titel „Hörscreening“, der in Kürze auf der Corantis-Homepage abzurufen ist.“  

Bildunterschrift:

Bereicherten die Jubiläumstagung des Corantis-Hörzentrums mit ihren Vorträgen: Die Referenten Knut Frese, Katrin Goldschmidt, Markus Westerheide, Nicole Kühling, Anke Lesinski-Schiedat, Karsten Plotz, Kathrin Gödker (Corantis) und Maria Abeling-Stegkämper (St. Marienhospital Vechta).

 

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