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Gemeinsam sichern die Corantis-Kliniken GmbH die stationäre Versorgung der Menschen in den Landkreisen Vechta und Cloppenburg sowie dem nördlichen Landkreis Osnabrück. Kompetenz mit einer kooperativen Verzahnung schafft die Plattform für unsere Patientinnen und Patienten innovative leistungsfähige Medizin wohnortnah erfahren zu können.

Sektorübergreifendes Hygienemanagement in der Region als Ziel

Damme. Ob MRSA-Problematik(multiresistente Keime, Methicillinresistenter Staphylococcus aureus), Norovirus-Infektionen oder die zunehmende Antibiotika-Resistenz vieler Patienten –Hygiene und Infektionsprävention gehören zu den zentralen Themen im Gesundheitswesen. Mit einer großen Fachtagung hat die Corantis-Kliniken GmbH in Zusammenarbeit mit der Euregionalen Akademie des EurSafety Health-net auf den großen Informations- und Diskussionsbedarf reagiert. Oberthema waren die „Aktuellen Herausforderungen der Hygiene am Übergang von stationärer und ambulanter Versorgung“.
Ärzte- und Pflegepersonal sowie weitere Fachleute aus Kliniken und niedergelassenen Praxen trafen sich im St. Elisabeth Krankenhaus Damme mit dem Ziel, langfristig ein sektorübergreifendes Hygienemanagement für die Region zu etablieren. „Wir möchten den kontinuierlichen, sektorübergreifenden Verbesserungsprozess fortsetzen und haben heute hochkarätige Referenten gewinnen können, die die komplexe Thematik erläutern“, begrüßte Heinrich Titzmann, Sprecher der Geschäftsführung der Corantis-Kliniken GmbH, die Anwesenden. Anschließend führte Dr. Jörg Herrmann, Direktor des seit zehn Jahren bestehenden Instituts für Krankenhaushygiene Oldenburg und Leiter der Akademie für Patientensicherheit und Infektionsschutz-Nord in die Thematik des Symposiums ein.

Referenten und Organisatoren des Corantis-Hygienesymposiums in Damme: (v.l.) Barbara Raude, Corantis, Dr. Jutta Esser, S. Schröder, Dr. Andreas Conrad, Heinrich Titzmann, Dr. Jörg Herrmann, Eberhard Ficker, St. Anna Klinik Löningen)

Dr. Andreas Conrad, Oberarzt am Institut für Krankenhaushygiene Oldenburg, gab zunächst einen Überblick üb er die Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen in der Hygiene und die sich hieraus ergebendenKonsequenzen für die strukturellen Vorgaben in Kliniken und Arztpraxen. Hintergrund ist das Gesetz zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes vom 4. August 2011, das zahlreiche zentrale Neuerungen für die Hygieneverordnungen der Länder brachte und zugleich alle Länder zum Erlass von einheitlichen Hygieneverordnungen veranlasste.Um „Antibiotic stewardship“, also den gezielten Einsatz von Antibiotika, die Vermeidung von Antibiotika-Resistenzen und damit die optimale Therapiewahl bei Infektionserkrankungen ging es im Vortrag von Dr. Jutta Esser von der Laborarztpraxis Osnabrück, Dr. med.J. Enzauer & Kollegen. An Beispielen aus der Praxis verdeutlichte die Fachärztin für Labormedizin den hohen Informationsbedarf, der hier besteht. Über die komplexen Anforderungen an das MRSA-Management in den verschiedenen Versorgungsstrukturen des Gesundheitswesens referierte Dr. Jörg Herrmann. Abschließend stellte S. Schröder, OP- und Endoskopiefachkraft und Hygienefachkraft in Ausbildung vom St.-Marien-Hospital Friesoythe GmbH das Thema „Hygienemanagement bei Norovirus-Infektionen vor, das durch jährlich wiederkehrende Novovirus-Problematik an Kliniken und medizinischen Versorgungseinrichtungen für alle Beteiligten hohe Relevanz hat.

Die anregende Diskussion der Teilnehmer zwischen den Beiträgen und im Anschluss an die Veranstaltung zeugte einmal mehr vom großen Informations- und Kommunikationsbedarf. Einig waren sich Referenten und Teilnehmer, dass bei der Ausbildung von Hygieneexperten hoher Nachholbedarf besteht, um die vielfältigen und hohen Anforderungen an das Hygienemanagement weiter zu erfüllen.

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