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Gemeinsam sichern die Corantis-Kliniken GmbH die stationäre Versorgung der Menschen in den Landkreisen Vechta und Cloppenburg sowie dem nördlichen Landkreis Osnabrück. Kompetenz mit einer kooperativen Verzahnung schafft die Plattform für unsere Patientinnen und Patienten innovative leistungsfähige Medizin wohnortnah erfahren zu können.

5 Jahre Corantis Hörzentrum für Neugeborene

Vechta. Nur wenige Minuten dauert die Untersuchung des Säuglings, dann haben Eltern die Gewissheit, ob das Hörvermögen ihres Kindes gut entwickelt ist. Dabei wird ein kleiner Ohrstöpsel mit einer Sonde in den Gehörgang eingeführt. Diese gibt leise Töne ab, auf die das Ohr mit eigenen Tönen reagiert – ein sicheres Zeichen dafür, dass das Gehör funktioniert. Seit fünf Jahren führt das Corantis Hörzentrum für Neugeborene den Hörtest unter der ärztlichen Leitung von Dr. Katrin Goldschmidt, Ärztin für Phoniatrie und Pädaudiologie, durch. Erst seit 2009 schrieb der Gesetzgeber diese Untersuchung für Säuglinge vor. Zu dieser Zeit gehörte der Hörtest für die Klinken des Corantis-Verbundes schon selbstverständlich zum Klinikalltag.

Beteiligt am Projekt des Hörzentrums sind alle Corantis-Kliniken mit Geburtsabteilung, also die Krankenhäuser in Damme, Friesoythe, Lohne, Cloppenburg und Vechta. Durchgeführt wird der Test von den Säuglingsschwestern zwischen dem zweiten und vierten Lebenstag. Die Ergebnisse werden anschließend bei Corantis in einer Datenbank erfasst und ausgewertet, so dass die Therapie der behandlungsbedürftigen Kinder in Kooperation mit den HNO-Ärzten weiter verfolgt werden kann.

Das fünfjährige Bestehen des Hörzentrums war nun Anlass für eine kleine Feierstunde mit Fortbildung in Vechta. Zur Begrüßung dankte Eberhard Ficker von den Corantis-Kliniken allen beteiligten Mitarbeiterinnen sowie der Projektleiterin Dr. Katrin Goldschmidt. Ebenso richtete er Grüße vom Sprecher der Corantis-Geschäftsführung, Heinrich Titzmann, aus, der leider verhindert war. „Mit dem Projekt haben die Corantis-Kliniken ihre Innovationskraft gezeigt, denn als wir das Screening in unseren Kliniken einführten, war der Hörtest gesetzlich noch nicht vorgeschrieben“, so Ficker.

Dr. Katrin Goldschmidt stellte anschließend mit Unterstützung von Barbara Raude (Corantis-Kliniken) die Entwicklung des Zentrums, die Umsetzung des Hörscreenings, aber auch Probleme und ihre Lösungen vor. So gebe es seit 2012 eine eigene Softwarelösung, den CHN-Tracker. Ein großes Lob ging an die für die Messungen verantwortlichen Krankenschwestern. „Die Messung wird im Stationsalltag routiniert und sorgfältig von den Schwestern durchgeführt“, so Goldschmidt. Aufgrund der Testergebnisse wurden schon etliche Kinder frühzeitig mit Hörgeräten versorgt.

Einmal jährlich treffen sich die Mitarbeiterinnen Zentrums zu Fortbildungen. So wurde schon über Hörgeräteanpassung bei Kindern referiert, auch stellten sich Kinder mit Hörgeräten vor und berichteten von ihren Erfahrungen.

„Ungefähr zwei bis vier von 1000 Kindern haben eine versorgungsbedürftige Hörstörung. Doch oft wird das Problem erst erkannt, wenn es zu einer verzögerten Sprachentwicklung gekommen ist. Zu diesem Zeitpunkt sind die betroffenen Kinder oft schon erheblich in ihrer Entwicklung beeinträchtigt“, erklärt Goldschmidt. Umso wichtiger sei es, dass alle Neugeborenen auf ihr Hörvermögen hin getestet werden. Und Grund genug für Katrin Goldschmidt und ihr Team, das erfolgreiche Projekts des Hörzentrums mit großem Engagement weiter zu verfolgen.

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